Kirche und Kultur

in der Pfarrkirche Mariä Geburt Rottenbuch

Sonntag, 15. Oktober 2023

Weihe des neuen Altares

mit Prof. Margareta Hürholz und Dr. Roland Dopfer

"So etwas erlebt man nur einmal im Leben, wenn überhaupt"

- Pfarrer Josef Fegg in Rottenbuch

Die Weihe des neuen Altars in der Pfarrkirche Mariae Geburt fand am Sonntag, 15. Oktober 2023 statt. Mit einem feierlichen Festgottesdienst wurde am Kirchweihsonntag in der Rottenbucher Pfarrkirche der neue Altar nebst Ambo eingeweiht. Die Zeremonie der Altarweihe in der voll besetzten Kirche übernahm Kardinal Reinhard Marx.

Der neue Altar der Pfarrkirche Mariae Geburt in Rottenbuch besteht aus einem monolithischen Block aus hellem Carrara-Marmor mit dem Grundriss eines Kreissegmentes. Seine konkave Rundung öffnet sich gestisch der Gemeinde zu und unterstreicht visuell den Gedanken der Gemeinschaft. Zugleich nimmt er mit der sich öffnenden Geste Bezug auf den monumentalen Hochaltar des 18. Jahrhunderts, dessen Säulenstellung einen Binnenraum suggeriert. Auf dem Altar liegt eine Platte aus heller Bronze auf. Der Ambo besteht aus einer steinernen Stele, auf die eine metallene Buchauflage, ebenfalls aus heller Bronze, aufgesetzt ist.

Ablauf der Altarweihe

Nach der Weihe des neuen Ambos folgte im Verlauf des Gottesdienstes die eigentliche Weihe des Altars. Es wurden sechs Rituale durchgeführt: Zuerst wurden die Reliquien des Heiligen Korbinian und des seligen Otto von Freising im Altar platziert und dieser anschließend vom Bildhauer Toni Stegmayer, der den Altar errichtet hatte, versiegelt. Danach erfolgte die Besprengung des Altars mit Weihwasser und die Salbung mit Chrisam, einem duftenden Öl, in Anlehnung an die Taufe, bei der jeder Mensch gesalbt wird.

Anschließend wurde Weihrauch an fünf Stellen des Altars verbrannt, die an die Wundmale Christi erinnern. Das Weihegebet und das Ausbreiten des Altartuchs mit dem Entzünden der Kerzen rundeten die feierliche Altarweihe ab.

Bau des neuen Altares

Im Wettbewerb für den neuen Altar fiel die Entscheidung für die Entwürfe des Bildhauers Toni Stegmayer aus Kiefersfelden, der bereits bei anderen Projekten im Erzbistum an der Gestaltung von Altarräumen beteiligt war und beispielsweise den Ambo in der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Giesing, die zeitgenössische Ausstattung des Altarraums in der St. Johann Baptist-Kirche in München-Johanneskirchen sowie den Volksaltar in der Kapelle Maria Egg in Peiting schuf.

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