Am Palmsonntag, dem 13. April 2025, steht in der Rottenbucher Pfarrkirche Mariae Geburt die Aufführung von John Stainers “Die Kreuzigung” (im englischen Original: “The Crucifixion”) auf dem Programm. Das Konzert beginnt um 16.00 Uhr.
Gestaltet werden die “Meditationen zur Passion Christi” vom Rottenbucher Kirchenchor unter der musikalischen Leitung von Florian Löffler. Theodore Browne wird als Tenor zu hören sein und Micha Matthäus als Bass. An der Orgel wird Ludwig Schmitt spielen.

Hier können Sie bereits in das Konzert hineinhören – das Video zeigt eine Aufführung aus dem Jahr 2022 in Großbritannien:
John Stainer – Ein Großer der viktorianischen Musikszene
John Stainer, geboren am 6. Juni 1840, erlangte in der viktorianischen Zeit in England als Musiker höchstes Ansehen. Er wirkte unter anderem als Organist an der St. Paul’s Cathedral, wo er ein Chorinternat ins Leben rief, um das musikalische Niveau zu heben. Nahezu erblindet, übernahm er später eine Professur für Musik an der Universität Oxford. Seinen Lebensabend fand er auf einer Italienreise am 31. März 1901.
Stainers Kompositionen lassen Einflüsse von Felix Mendelssohn Bartholdy (in seinen frühen Werken) und Charles Gounod (in seinen späteren Werken) erkennen. Seine Werke erfreuen sich bis heute in England großer Beliebtheit. Zu seinen bedeutendsten Schöpfungen zählen “Die Tochter des Jairus” (1878), “Gideon” und “Maria Magdalena” (1887) sowie “Die Kreuzigung” (1887), die auch heute noch zu den meistaufgeführten Werken Stainers in England zählt.
Streng genommen handelt es sich bei “Die Kreuzigung” nicht um ein Oratorium, sondern um eine Meditation, die in den anglikanischen Gottesdienst eingebettet ist. Dennoch folgt das Werk in seinem Aufbau den Passionen Bachs, die zu dieser Zeit in England erst bekannt wurden: Rezitative wechseln sich mit Chorälen und ausgedehnten Chorsätzen ab.